In einem Experiment wird in einer Versuchsanordnung oder Forschungsdesign eine kontrollierte Veränderung des Untersuchungsobjektes vorgenommen, um Erkenntnisse zu erhalten.

Experimente unterscheiden sich in Feldexperimente und Laborexperimente. Darüber hinaus gibt es sogenannte Quasi-experimente, welche hier nicht weiter ausgeführt werden.

Im Laborexperiment lassen sich die Umgebungsvariablen fest definieren

Hingegen ist die feste Definition der Umgebungsvariablen bei Feldexperimenten aufgrund der äußeren Einwirkungen nicht immer problemlos möglich ist.

  Laborexperiment Feldexperiment
Vorteile
  • Kontrollierte Umgebungsvariablen
  • Komplexitätsreduktion
  • Können in hohem Maße kontrolliert werden
  • Hohe interne Validität
  • Realitätsnahe
  • Probanden wissen häufig nicht, dass sie an einem Experiment teilnehmen und verhalten sich dadurch normal.
  • Hohe externe Validität
Nachteile
  • Keine vollständige Realitätsnähe
  • Niedrige externe Validität

 

  • Schwer zu kontrollierende Umgebungsvariablen
  • Niedrige interne Validität
Validitätsprüfung Intern Extern
Chrakteristik

Künstliche oder vom Menschen geschaffene Versuchsanordnung

In natürlichem Umfeld werden unabhängige Variablen verändert unter bestmöglicher Abwehr anderer Einflüsse

 

Interne vs. externe Validität

Bei der internen Validität sind die Änderungen der endogenen Variable nur von Änderungen der unabhängigen Variable abhängig. Effekte durch dritte Faktoren können weitgehend ausgeschlossen werden.

Bei der externen Validität sind externe Einflussgrößen von Bedeutung. Die Ergebnisse sind allgemeingültig und lassen sich auf die Grundgesamtheit übertragen.

Je größer die Kontrolle über externe Einflussgrößen ist, desto höher ist die interne Validität. Je höher die interne Validität, desto weniger realistisch sind Experimente. Experimente stellen einen Kompromiss zwischen interner und externer Validität dar.

Erstellung Experimentdesign

Beim Design von Experimenten sind verschiedene Vorgehensweisen festgelegt worden. Zwei Arten der Gestaltung sind mir hilfreich gewesen. Das von Lawson und von Quenouille.

Gestaltung von Experimenten in fünf Schritten (nach Lawson):

  1. Definition des zu untersuchenden
  2. Auswahl des Experimentdesigns
  3. Festlegung der Prozedur für die Datensammlung und Bestimmung des Modells zur Analyse der Daten
  4. Datenanalyse und Interpretation der Ergebnisse
  5. Zusammenfassung der Ergebnisse zusammengefasst

Bei der Gestaltung von Experimenten sind nach Quenouille folgende Überlegungen von Bedeutung:

  1. Notwendigkeit der Reproduzierbarkeit, das heißt unter gleichen Bedingungen wiederholbar zu sein
  2. Notwendigkeit der Randomisierung, das heißt ein Treatment zufällig zuweisen zu können
  3. Auswahl des Experimentdesigns für eine Erwartungstreue der Treatments und bestmögliche Fehlerfreiheit

Für das Design von Experimenten ist die Versuchsanordnung entscheidend für valide Ergebnisse.

Versuchsanordnung

In der Versuchsanordnung werden zwei Arten unterschieden:

  • Within Subject Design und
  • Between Subject Design.

Beim Within Subject Design erhält ein Proband alle Treatments. Und im Between Subject Design werden die Proband nach Treatment zugewiesen. Somit erhält eine Gruppe von Probanden beispielsweise Treatment A und eine andere Gruppe Treatment B.

Kernliteratur:

  • Runco, M.A.; Sakamoto, S.O. (1999): 4 Experimental Studies of Creativity. In: Handbook of Creativity. Eds.: Sternberg, R.J. Cambridge University Press, Cambridge 1999, pp. 62-92.
  • Shadish, W.R.; Cook, T.D.; Campbell, D.T. (2002): Experimental and Quasi-Experimental Designs for Generalized Causal Inference, Wadsworth Cengage learning 2002.
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